Hereinspaziert!

Ich wurde 1979 in Großburgwedel bei Hannover / Niedersachsen geboren. Hier ergaben sich gleich die ersten Prüfungen des Lebens: Seepferdchen im Freibad (3x durchgefallen), Führerschein (2x durchgefallen), die große Liebe (2x durchgefallen), Abitur (fast durchgefallen) ... aber dafür habe ich den gemeinsamen Alltag mit meiner liebenswert-chaotischen Familie perfekt gemeistert. 
Es folgten eine Banklehre (schön wie eine Darmspiegelung) und ein Studium der Kulturwissenschaften in Hildesheim,  New York und Paris.

Nach einer längeren Arbeitsetappe in Nürnberg bin ich schließlich in Frankfurt am Main gelandet. Hier lebe und arbeite ich. Und wann immer möglich, sitze ich an meinem Laptop und schreibe neue Bücher. Für Erwachsene und für Kinder. Die Prämisse meiner Geschichten: unterhaltsam müssen sie sein. Humorvoll, witzig und am besten mitten ins Herz.

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"Das Haar in der Sippe" ist mein erster Roman, der 2018 bei Piper erschienen ist. Zugegeben, hier habe ich etliche Erlebnisse aus meiner Kindheit und Jugend verarbeitet, weil ich das unsagbare Glück hatte, inmitten einer wahnsinnig liebenswürdigen, zuweilen aber recht chaotischen Sippe aufzuwachsen. Die Figuren im Buch sind alle frei erfunden, aber einige Anekdoten entsprechen durchaus der Wahrheit, u.a. das kleine Missgeschick im Kinderparadies bei IKEA, wo ich von zu viel Sprudelwasser ins Bälle-Bad pinkelte. 
Was ich im Buch verschwieg: ich strullerte fachgerecht aus zwei Metern Höhe die Rutsche hinunter. Kinderparadies-Verbot forever! Tja, die besten Geschichten schreibt eben das Leben ...    

Was mir bei der Story- und Figurenentwicklung von "Das Haar in der Sippe" wichtig war: Dass alle Figuren ihre charmante Liebenswürdigkeit behalten, und dass sie trotz einschlägiger Nerdness nicht lächerlich gemacht oder in die Pfanne gehauen werden. 
Ich bin ja sowieso der festen Überzeugung, dass die Königsklasse des Humors die Selbstironie ist. Ein Humor, der sich am Misslingen und an der boshaften Schadenfreude abarbeitet, ist nicht so meiner. Deswegen habe ich auch mit etlichen Comedians so meine Probleme, ehrlich gesagt.

Viel lieber arbeite ich mit Situationskomik und schicke meine Figuren in lustige Umstände, die sie völlig überfordern oder charmant scheitern lassen, ohne sie dabei der Lächerlichkeit preiszugeben. "Scheiter heiter!", das ist die Devise. 

Und Situationskomik gibt es bei "Das Haar in der Sippe" reichlich. Daher: Ein Hoch auf alle Macken und Spleens, denn wie heißt es so schön im Buch: Nur Nullen haben keine Ecken.   

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"Da geht noch Meer" ist mein zweiter Roman und der ist Ende Juni 2022 im Piper-Verlag erschienen. 

Die Geschichte zeigt eine bunte Patchwork-Familie, in der der Vater in einer Dreierbeziehung mit zwei weiteren Männern zusammenlebt.
Die Vielfalt von Familie und Beziehungen möchte ich allerdings nicht besonders exponiert oder woke zeigen, sondern in ihrer alltäglichen Normalität. Denn meines Erachtens gibt es viel zu wenig Geschichten, in denen bunte Familienkonstellationen oder Queerness nicht als "Problemfall" oder etwas Besonderes abgehandelt werden, sondern als etwas ganz Gewöhnliches.
 
Die Grundidee für die Geschichte hatte ich schon vor mehr als zehn Jahren. Ich bin damals durch eine Buchhandlung in Nürnberg gestreift, auf der Suche nach passender, unterhaltsamer Urlaubslektüre - und wurde nicht fündig. Ich wollte einen zeitgemäßen, humorvollen, vielleicht queeren Familienroman lesen, mit charmantem Humor, in einem ungewöhnlichen Setting. Gab's nicht.   
Und so beschloss ich, selbst das Buch zu schreiben, das ich gerne lesen wollte. Und hier ist es: "Da geht noch Meer".

Warum spielt das Ganze hauptsächlich in Griechenland? Weil ich ein riesengroßer Griechenland-Fan bin! Insbesondere die Inseln haben es mir angetan. 2020 war ich zum ersten Mal im Elivi-Resort auf der Insel Skiathos - und bääm, das war die Inspiration für das Setting! Das Elivi ist kein Gay-Resort, aber es ist mindestens genauso schön wie das Resort im Buch, auf der fiktiven Insel Hyakinthos. Hyakinthos war in der griechischen Mythologie einer der Geliebten des Gottes Apollon - nur falls Günter Jauch bei 16.000 Euro mal fragen sollte.

"Die Schrillies - Unfug im Anflug": Am 18. Mai 2023 ist mein erstes Kinderbuch erschienen - unter dem Autorennamen Christian Wichmann. Wer die Minions liebt (so wie ich), und sich bei der Monster-AG schlapp lacht (so wie ich), ist bei dieser Geschichte goldrichtig. 

Jedes Kind hat Flausen im Kopf, und das ist gut so! Bei Tristan allerdings regiert seit einiger Zeit statt Quatsch und Spaß der Ernst des Lebens. Sein Flausenstand: kritisch. Jede Nacht verliert er mehr und mehr der schillernden Flausen und das bedeutet Alarmstufe Rot bei den Schrillies. 
Roxi, Kiki und Keule sind nämlich Flausenretter vom Beruf und kommen immer dann als Geheimagenten zum Einsatz, wenn Kindern die Flausen ausgehen. Die Mission dieser pummelig-flauschigen Wesen ist es, den Spaß am Unsinn bei den Kindern zu bewahren. Dafür schrecken sie vor keinem Streich zurück und auch Tristans Welt wird gehörig auf den Kopf gestellt. 

Es wird frech, lustig, schräg ... und auch ein bisschen herzergreifend. Für Menschen ab 5 Jahren. 
Ob Erstleser oder als Vorlesebuch, ganz egal. Spaß für die ganze Familie ist garantiert.   


Autorenfotos: (1) privat, (2) Salar Baygan